PR-GAU: Dänische Bahn macht kritischen Journalisten mit Aufträgen mundtot

Wie die taz berichtet, ist die dänische Bahn auf einen ganz besonderen – oder besonders blöden – Trick gekommen, um einen kritischen Journalisten mundtot zu machen. Sie hat eine PR-Agentur engagiert, um den Journalisten, der jahrelang die Verschwendung von Steuergeldern durch das Unternehmen aufdeckte, mit Arbeit derart zuzudecken, dass er keine Zeit mehr für seine Recherchen zum Bahn-Unternehmen haben sollte. Jetzt ist der Deal, der den dänischen Steuerzahler jährlich 30.000 Euro kostete, aufgeflogen. Der dänische Verkehrsminister ist entsetzt, die dänische PR-Branche pikiert, weil der Vertrag gegen ihre Ethikrichtlinien verstoße. Zudem sei das vorgehen möglicherweise strafrechtlich relevant, weil der Journalist an seiner Arbeit gehindert wurde und zudem noch datenschutzrechtlich relevante Daten weitergegeben wurden.

Es wäre wünschenswert, wenn uns Unternehmen – vor allem dann, wenn es sich um staatliche handelt – zukünftig von solch blöden Tricksereien verschonen und verantwortungsvoll und vor allem transparent mit Steuergeldern umgehen würden. Dann bräuchte ihnen nämlich auch kein Journalist auf die Füße zu steigen.

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